Reiseinformationen Lanzarote

Lanzarote ist die nördlichste und östlichste der Kanarischen Inseln. Sie befindet sich nur wenige Kilometer nördlich von Fuerteventura und ca. 130 km von der afrikanischen Küste (Marokko) entfernt.
Das Besondere an Lanzarote sind die vielen Vulkankrater, die die ansonsten flache Insel übersähen. In den Montanas del Fuego, den Feuerbergen, gibt es sogar noch unterirdische Hitze, ein Überbleibsel aus der langen Aera der vulkanischen Aktivitäten auf der Insel. Der größte Teil der Insel, etwa Drei Viertel, mit Lava bedeckt.
Dazu bilden die feinen Sandstrände der Papagayo-Strände im Süden von Lanzarote einen starken Kontrast.
Wer mobil ist, wird in weniger als einer Stunde jeden Ort auf Lanzarote erreichen. Aktive können auf den Mietwagen oder ein Zweirad, Sportliche auf das Fahrrad zurückgreifen, um die Insel zu erkunden. Über das sehr gut ausgebaute Straßennetz werden sich alle freuen.

Lanzarote gilt als die trockenste der Kanarischen Inseln. Die höchste Erhebung ist gerade 671 Meter hoch, da ist nichts, wo sich die Wolken abregnen könnten. Über 80% der ohnehin seltenen Niederschläge fallen in der Zeit von November bis März.
Badeurlauber werden hier auf ihre Kosten kommen, am Besten im Süden der Insel. Es gibt etliche Kilometer feinsten Sandstrandes, sowohl weiße als auch die für die Kanaren typischen schwarzen Strände. Damit ist Lanzarote auch ein Ziel für Familien mit Kindern.

An- und Abreise

Wir sind wieder mit Condor geflogen. Diese Airline zählen wir zu den Empfehlenswerten. Der Service ist gut, die Mahlzeit kann sich sehen lassen. Wer es etwas bequemer haben möchte, kann für 25 Euro pro Flug einen XXL-Sitz ordern. Wer rechtzeitig eincheckt, kann nach einem Sitz am Notausgang fragen. Der kostet nichts extra und man hat auch etwas mehr Beinfreiheit.

Unser Flug nach Arrecife startete um 10:45, knappe 5 Stunden später sind wir nach einem entspannten Flug auf der wunderschönen Insel Lanzarote gelandet. Der Transfer vom Flughafen nach Costa Teguise über 15 km dauert ca. 25 Minuten, je nach dem, in welches Hotel man gefahren wird.

Mobilität

Wir haben uns für einen Mietwagen entschieden und diesen bereits vorher online gebucht. Die Preise für die kleinste Kategorie, für uns war es ein Fiat Panda, beginnen bei ca. 15 Euro pro Tag, wenn man mindestens eine Woche mietet.
Der Spaß auf 2 Rädern, motorisiert oder auch nicht, ist teilweise teurer als ein Mietwagen.
Den 250-er Roller bekommt man für ca. 25 Euro pro Tag, wer mindestens eine Woche mietet, zahlt pro Tag unter 20 Euro. Wer auch mal abseits der Straßen durch die Wildnis fahren möchte, so es denn erlaubt ist, ist mit einer Enduro gut beraten. Das Motorrad mit 600 cm³ bekommt für ca. 42 Euro pro Tag, ab einer Woche Mietdauer reduziert sich der Preis auf etwas über 30 Euro pro Tag.

Sportliche können Lanzarote auch auf dem mit dem Fahrrad erkunden. Mit dem Rennrad nutzt man das sehr gut ausgebaute Straßennetz, mit dem Mountainbike geht es auch mal abseits der Hauptstraßen direkt in die Vulkanlandschaft. Ein Rennrad bekommt man für ca. 150 Euro pro Woche, das Mountainbike ist mit ca. 120 Euro pro Woche etwas preiswerter.
Für Lauffaule, die sich nur innerhalb ihres Urlaubsortes bewegen wollen, gibt es auch ganz 'normale' Fahrräder bereits für ca. 6,- Euro pro Tag.

Essen und Trinken

Tintenfisch

Fisch ist, wie auf den anderen Kanarischen Inseln auch, eines der Grundnahrungsmittel. Im Restaurant zahlt man dafür so zwischen 7 und 12 Euro. Der Tintenfisch, auf dem Foto links, kostet so um die 10 bis 11, das Thunfischfilet auf dem rechten Foto so um die 8 bis 10 Euro. Wer mobil ist und den Rummel in seinem Standort etwas entfliehen möchte, nimmt sein Fischgericht in Orzola im Norden oder vielleicht in El Golfo an der Westküste von Lanzarote bei entsprechendem Ambiente zu sich.
Der Fisch des Tages, welcher auch immer das gerade ist, liegt bei 15,- Euro, Nachfragen lohnt immer.
Beim Fleischgericht reichen die Preise vom panierten Schnitzel für ca. 7,- Euro bis zum Filet für 11 bis 13 Euro. 'Pollo', Hähnchen in allen möglichen Variationen stillt den Hunger für ca. 6 bis 8 Euro.
An China-Restaurants gibt es, zumindest in den Touristenhochburgen Costa Teguise, Puerto del Carmen und Playa Blanca, ein Überangebot. Entsprechend hart scheint auch der Preiskampf zu sein. Das 'All you can eat'-Menü bekommt man schon ab 4,50 Euro. Da fragt man sich doch, wie sowas noch funktionieren kann.

Fischfilet

Ein Bier vom Fass, 0,4 Liter, kostet zwischen 2,- und 2,50 Euro, den Liter San Miguel aus der Flasche bekommt man für ca. 1,50.
Beim Wein scheiden sich die Geister, wie immer je nach Restaurant. Die Literkaraffe Rot- oder Weißwein kostet in den meisten Restaurants um die 7 Euro. Das ist natürlich nur ein Richtwert, der Preis schwankt je nach Restaurant. Die Sangria, hier nicht so verbreitet wie z.B. auf Mallorca, ist etwas teurer.
Den Espresso nach dem Essen bekommt man schon für einen, den Milchkaffee für 1,50 Euro.
Die Preise in den Supermärkten auf Lanzarote, für Selbstversorger interessant, liegen in etwa auf dem Niveau wie in Deutschland. Wir haben uns in einem Spar-Markt in Costa Teguise versorgt.

Wohin auf Lanzarote?

Die berühmtesten Strände von Lanzarote, einer davon ist der Playa Papagayo, befinden sich an der Costa de Papagayo im Süden nahe des Ferienortes Playa Blanca.
Ein wahrer Touristenmagnet sind die Montañas del Fuego im Timanfaya Nationalpark.
Teguise ist die alte Hauptstadt von Lanzarote und nach unserer Meinung viel sehenswerter als die Neue.
Ein Ausflug an die Westküste nach El Golfo, am Besten zum Sonnenuntergang, lohnt auf jeden Fall.
Den Ausflug nach El Golfo verbindet man am Besten gleich mit einem Besuch des Lago Verde, dem Grünen See.

Der Aussichtspunkt Mirador del Rio ist eine der meistbesuchtesten auf Lanzarote.
Von dort hat man einen herrlichen Blick auf die Nachbarinsel Isla Graciosa, die man von Orzola aus mit der Fähre erreichen kann.
Vom 503 Meter hoch gelegenen Mirador de Haria, an der LZ-10 nahe des gleichnamigen Orten gelegen, blickt man in das Tal der 1000 Palmen, Haria oder nach Arrieta an Lanzarotes Ostküste.

Fazit

Reisende können sich das ganze Jahr über angenehme Temperaturen freuen, mit seinen vielen Stränden ist Lanzarote eine Badeinsel. In den Wintermonaten muss man mit ein paar Regentagen rechnen, aber kalt wird es nicht, wie auf den anderen Kanarischen Inseln auch. Aktivurlauber werden die milden Temperaturen zu schätzen wissen.
Die Bergwelt ist ähnlich spektakulär wie die anderer Kanarischer Inseln. Das aber nicht aufgrund der Höhe der Berge, sondern die vielen Vulkankrater, die sich die ganze Insel verteilt aus dem Flachland herausragen.

Das sehr moderate Preisgefüge ist vergleichbar mit denen auf Teneriffa oder La Gomera.
Egal, wo man auf Lanzarote hinkommt, fast überall gibt es ein Aloe-Vera-Museum und irgentwas von Manrique. Wo es irgentetwas von Manrique gibt, man lässt es auch raushängen. Ohne das Werk des Künstlers schmälern zu wollen, aber auf Dauer kann das ganz schön auf den Keks gehen.
Wir werden auf jeden Fall wieder hinfliegen und die Insel mit dem Mietwagen erkunden, egal, zu welcher Jahreszeit.

Hinweis

Unsere Reise nach Lanzarote war im April 2013, alle Informationen befinden sich auf diesem Stand.

Wir können daher nicht für Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben garantieren.

Koordinaten

Koordinaten:
28° 57' 12.02'' N
13° 36' 33.3'' W
  (28.953339,-13.60925)
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Klimatabelle
Lanzarote
Höchste Tagestemperatur °C
20
 
21
 
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22
 
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26
 
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29
 
29
 
26
 
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21
 
J F M A M J J A S O N D
Niedrigste Tagestemperatur °C
13
 
13
 
14
 
15
 
16
 
18
 
20
 
20
 
20
 
18
 
16
 
14
 
J F M A M J J A S O N D
Wassertemperatur °C
18
 
18
 
17
 
17
 
18
 
20
 
21
 
21
 
22
 
22
 
20
 
19
 
J F M A M J J A S O N D
Sonnenstunden pro Tag
7
 
7
 
7
 
8
 
9
 
9
 
9
 
9
 
7
 
7
 
7
 
6
 
J F M A M J J A S O N D
Regentage im Monat
3
 
2
 
2
 
1
 
0
 
0
 
0
 
0
 
1
 
1
 
4
 
5
 
J F M A M J J A S O N D