An- und Abreise |
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Es ist schon etwas gegen den Strom, wenn das Flugzeug vor dem Abflug enteist werden muss, man dann knapp 5 Stunden später bei 25°C in der Sonne landet. Aber so ist das, wenn man im Winter in die Sonne fliegt. Unser Flug mit Condor ging morgens gegen 7:30 nach der Enteisungsaktion nach Las Palmas. Nach einem entspannten Flug sind wir 11:20 Ortszeit gelandet. Der Transfer vom Flughafen nach Playa del Ingles dauert eine knappe halbe Stunde.
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Condor zählen wir zu den empfehlenswerten Fluggesellschaften. Der Service ist gut, die Mahlzeit kann sich sehen lassen. Was uns noch positiv aufgefallen ist, sind die Sitzabstände. Selbst Großgewachsene werden hier einen entspannten Flug haben, auch wenn sie keinen Platz am Notausgang ergattern konnten. Der Service einer solchen Platzwahl kostet bei Condor 20 Euro. |
Mobilität |
Unser letzter Gran Canaria-Aufenthalt liegt schon einige Jahre zurück. Was aber sofort auffällt, ist eine deutlich verbesserte Infrastruktur. Neben den Autobahnen sind auch die meisten Schnellstraßen und Nebenstrecken sehr gut ausgebaut. Bei aller Infrastruktur ist man trotzdem nicht vor Überraschungen sicher, nach einem Unwetter sind die Straßen ebenso unberechenbar wie bei uns im Winter. Nur anstatt Schnee findet man hier Steinschlag vor. Mietwagen Wir haben uns für einen Mietwagen entschieden. Bereits vor der Reise online gebucht gab es für knapp unter 20 Euro am Tag einen Toyota Auris, eine Nummer größer, als wir gebucht hatten. Wer sich später entscheidet, kann seinen Mietwagen natürlich auch auf der Insel bekommen. Für ähnliche Preise haben wir Mietwagen in Playa del Ingles gesehen. Kaum etwas bewegt sich nur von Luft und Liebe, hier die Preise für Benzin und Diesel, welche natürlich von Tag zu Tag und von Ort zu Ort etwas schwanken können: Benzin, Normal (95): EUR 0,88 Benzin, Super (98): EUR 0,96 Diesel: EUR 0,78 Vielfahrer oder einfach Aktivurlauber werden sich freuen, die Preise liegen deutlich unter denen in Deutschland. Gran Canaria mit dem Fahrrad. Die meist neuen, asphaltierten Straßen locken auch viele Radfahrer an. Auch wenn die Bedingungen sehr gut sind, für den Fahrspaß mit dem Fahrrad gehört das geeignete Material, was man mieten kann. Vom einfachen Citybike bis hin zum Rennrad ist alles zu haben. Die Räder machen insgesamt einen sehr guten Eindruck. Ein Citybike kostet ab 10 Euro pro Tag, ein Mountainbike 12 Euro, ein Rennrad ist ab 15 Euro am Tag zu haben. Geführte Touren liegen zwischen 30 und 45 Euro und dauern je nach Tour zwischen 4 und 7 Stunden. Radfahrer findet man überall in den Bergen. Auf dem höchsten Berg, dem Pico de las Nuives, sieht man sie in Scharen, man muss mal oben gewesen sein. Gran Canaria ist zu einer Hochburg der Radfahrer geworden.
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Wer Gran Canaria mit dem Motorrad erkunden möchte, wird über die vielen gut ausgebauten und kurvenreichen Strecken freuen. Motorräder können gemietet werden. Mit den Maßnahmen in der Infrastruktur erfreut sich Gran Canaria auch unter Motorradfahrern immer größerer Beliebheit. Entsprechend reagiert der Markt, und neben Mietwagen werden auch immer mehr Motorräder angeboten. Gut ausgebaute und kurvenreiche Straßen werden das Bikerherz erfreuen. Es gibt viele schöne Motorradstrecken. Die 65 km lange GC-200 beginnt in Agaete und führt entlang der Westküste und durch die Berge im Westen Gran Canarias über San Nicolas bis kurz vor Puerto de Mogan, wo man dann auf der GC-500 weiterfahren kann. Die GC-500 befindet sich im Süden Gran Canarias. Die knapp 24 km zwischen Meloneras und Puerto de Mogan führen immer entlang der Steilküste. Noch ist der letzte Abschnitt sehr stark durch LKW frequentiert. Das wird sich ändern, wenn die parallel verlaufende GC-1 an die GC-200 angeschlossen ist. Der Tunnel ist fast fertig, der Anschluss fehlt noch. So könnte man jetzt weiter fortfahren, bei diesen Beispielen soll es an dieser Stelle mal bleiben. Selber entdecken ist angesagt! Wie fast immer muss man für den Zweiradspaß etwas tiefer in die Tasche greifen. Für eine handliche Maschine, so um 250 bis 500 cm³, zahlt man je nach Mietdauer etwa 40 bis 50 Euro pro Tag. Ein vergleichbarer Roller kostet in etwa gleich viel. Die Wintermonate sind warm, aber auch reich an Wasser sowie dem damit verbundenen Steinschlag. Auf vielen Straßen ist die Fahrt dadurch sehr beeinträchtigt. Motorradfahren macht im Sommer mehr Spaß, im Winter ist ein Mietwagen die bessere Wahl. Wer es trotzdem nicht lassen kann, sollte sich spontan vor Ort für ein Motorrad entscheiden. Auf keinen Fall vorher online buchen und sich damit festlegen! |
Essen und Trinken |
Fisch gehört wohl auf allen Inseln im Mittelmeerraum sowie auch auf den Kanaren zu den Grundnahrungsmitteln überhaupt, er wächst und gedeiht ja sozusagen vor der Haustür. Die Kosten schwanken natürlich etwas, in den Touristengebieten im Süden ist es etwas teurer. Besser und günstiger ist der Fisch immer in den Orten mit ansässigem Fischereihafen, wie beispielsweise Puerto de las Nieves. Mit dem Anrichten hat man es dort nicht so, der Fisch kommt etwas spartanisch dekoriert daher, 3 Pellkartoffeln und eine halbe Zitronenscheibe sind nicht üppig, den Salat kann man natürlich extra bestellen. Dafür ist der Fisch aber fangfrisch, lecker und recht günstig. Ein Fischgericht liegt zwischen 6 und 10 Euro, den Salat dazu kann man für 3 Euro haben. Paella ist das spanische Nationalgericht, sie ist auch auf Gran Canaria ein Muss. Die meisten Restaurants haben sie auf der Karte. Selbst die bekommt man in den klassischen Fischrestaurants in den Häfen schon ab 6 Euro. In den Passagen in Playa del Ingles liegen die Preise zwischen 7 und 10 Euro. In den Tourismuszentren und in Las Palmas gibt es neben der einheimischen auch die internationale Küche, fast wie zu Hause. Wir hatten den Eindruck, daß sich Italiener recht breit gemacht haben. Wer auf asiatisch steht, wird auch eine Reihe Chinesen oder Thai-Restaurants finden.
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Beim Fleischgericht liegt man zwischen 9 Euro für ein Schweinekotelett und 16 Euro für ein Rinderfilet. Die Restaurants in den Touristenzentren, wie auch Playa del Ingles, liefern sich einen gnadenlosen Preiskampf, um jeden zahlenden Gast wird gekämpft. So werden Menüs incl. Vor- und Nachspeise bereits unter 10 Euro angeboten. Beim Chinesen bekommt man für knapp unter 7 Euro das "All you can eat" Menü, der halbe Hahn kostet 6,50. Preiswert heißt nicht schlecht, die Qualität kann sich sehen lassen. Was beim Essen gespart wurde, wird über die Getränke wieder reingeholt. Ein Bier vom Fass kostet um die EUR 3,50. Flaschenbier kann noch teurer werden, wenn es ein Importbier ist. Beim Wein scheiden sich die Geister, wie immer je nach Restaurant. Für Rot- oder Weißwein sollte man um die 10-12 Euro einplanen. Die Liter-Karaffe Sangria liegt so um die 10 bis 12 Euro. Cocktails kosten, wie die hier abgebildete Pina Colada, um die 7 Euro. Die Preise in den Supermärkten, für Selbstversorger interessant, liegen in etwa auf dem Niveau wie in Deutschland, wenn man sich nicht in eines der zahlreichen "Contro Commerzial" in den Touristenzentren verirrt. Wer ohnehin einen Mietwagen hat und unabhängig ist, sucht einen der Supermärkte in den Orten auf, wo auch die Einheimischen einkaufen. |
Wohin auf Gran Canaria? |
Es gibt bestimmt viele Orte und Sehenswürdigkeiten auf Gran Canaria, die man gesehen haben muss. Welche das sind, darüber gehen die Meinungen auseinander. Wir geben hier guten Gewissens einige Tipps weiter, von denen wir meinen, das sollte man auf Gran Canaria gesehen haben. Dünen von Maspalomas Die Dünen sind wohl das Wahrzeichen von Gran Canaria. Die Mini-Wüste, wie sie auch genannt werden, befinden sich auf der Südspitze von Gran Canaria. Im Höhlendorf Acusa hat man ein paar Baukosten sparen können, weil der "Rohbau" schon vorhanden war. Wie man Häuser in Höhlen bauen kann, sieht man in Acusa. Wirklich sehenswertes Dorf an der GC-210 in den Bergen von Gran Canaria. Pico de las Nieves Den mit 1949 Metern höchsten Berg auf Gran Canaria kann man sehr gut mit dem Auto erreichen. Grandioser Blick auf den Teide auf Teneriffa, wenn man mit dem Wetter Glück hat. Puerto de las Nieves ist ein netter Hafenort im Nordwesten von Gran Canaria. Sehenswert ist die kleine Kirche Ermita Virgen de las Nieves. Puerto de Mogan Beliebter Ausflugsort im Süden von Gran Canaria mit Fischereihafen, traditionellen Restaurants und einem sehenswerten Ortskern.
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Tejeda In ca. 1000 Metern Höhe gelegenes, sehr sehenswertes Bergdorf. Hübsche Häuser in Eintracht mit den Bergen. Auf Gran Canaria gibt es wirklich eine Menge zu sehen. Dazu gehört auch die beeindruckende Bergwelt. Um diese zu entdecken, nimmt man sich etwas Zeit und fährt folgende Strecken: Die GC-200 führt entlang des Westküste von Agaete bis kurzvor Puerto de Mogan. Grandioser Blick auf die Westküste von Gran Canaria. Die GC-210 beginnt in Artenara in den Bergen von Gran Canaria und endet nach ca. 33 Kilometern an der GC-200 nahe San Nicolás. Die GC-500 beginnt an der GC-1 nahe El Doctoral, führt entlang der Ostküste über Maspalomas und Puerto Rico bis kurz vor Puerto de Mogan. Wirklich sehenswert zwischen Maspalomas und Puerto de Mogan. Die GC-505 beginnt in La Playa de Arguieneguin und führt nach 23 Kilometern bis zum Embalse de la Soria. Die GC-606 führt von der GC-210 nahe dem Presa de Paralillo durch die Bergwelt zur GC-60 in das zentrale Gran Canaria. Nach starken Regenfällen mit Vorsicht zu genießen! |
Appartements Tivoli, Playa del Ingles |
Alles, nur nicht in einer der Bettenburgen in Playa del Ingles landen, haben wir gedacht. Eine Bettenburg haben wir nicht erwischt, aber in Playa del Ingles sind wir doch gelandet. Die Apartements "Tivoli" befinden sich an der Avendia Madrid am nordöstlichen Ende von Playa del Ingles, sie führt den Verkehr als Einbahnstraße am Tivoli vorbei. Das Tivoli liegt abseits vom großen Touristenrummel. Ganz ruhig ist es aber nicht, die Avendia Madrid führt einen Teil des Verkehres aus dem südlichen Teil von Playa del Ingles in Richtung GC-1 bzw. GC-500. So mancher Müllwagen oder Reisebus kann den Wecker ersetzen, aber die Schlafzimmer sind nicht zur Straße. Das Appartement besteht aus Wohnzimmer mit Kitchenette, Couch und Esstisch, sowie Schlafzimmer, Bad und Balkon. Mit etwas Glück bekommt man ein Appartement im Obergeschoss, dann gibt es sogar Meerblick. Für alle anderen bleicht der Blick auf den Pool und die gegenüberliegenden Appartements. Wir raten nicht grundsätzlich von PLaya del Ingles ab. Vor der Buchung die Lage der Unterkunft checken, Internet sei Dank, ist das kein Problem. Der Kern von Playa del Ingles ist wirklich schrecklich, auf jeden Fall meiden, wenn es geht.
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Einkaufsmöglichkeiten, nicht unwichtig für Selbstversorger, gibt es buchstäblich wie Sand am Meer. Nicht ganz 100 Meter entfernt gibt es das "Tropical", eines der diversen Einkaufszentren, die wie Pilze aus dem Boden schießen. In der Avendia de Italia, nur ca. 5 Gehminuten vom Tropical entfernt, gibt es eine Reihe von Supermärkten, Autovermietungen, Restaurants, na ja, alles, was man als Touri so zum überleben braucht. Das Tivoli befindet sich nicht direkt am Strand, aber in wenigen Gehminuten erreicht man die nächsten Bademöglichkeiten. Zu den Dünen von Maspalomas läuft man ca. 20 Minuten. Mietwagenfahrer: Parkplätze sind rar in Playa del Ingles. Die Parkplätze an der Avendia Madrid sind, wie fast alle Parkmöglichkeiten hier, gebührenpflichtig. Es kostet nicht die Welt, aber von Montags bis Sonntags in der Zeit von 10 bis 21 müssen 60 Cent pro Stunde entrichtet werden. |
Fazit |
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Ja, Gran Canaria ist, wie bereits oben angekündigt, eine sehr vielseitige Insel. Badeurlauber können sich das ganze Jahr über angenehme Temperaturen freuen. In den Wintermonaten muss man mit ein paar Regentagen rechnen, aber kalt wird es nicht. Wer im Winter den Flieger in Richtung Gran Canaria besteigt, wird in jedem Fall einen kleinen Temperaturschock erleben.
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Aktivurlauber werden die milden Temperaturen zu schätzen wissen. Gran Canaria ist für uns sowas wie eine Lieblingsinsel geworden. Es ist etwas teurer als Mallorca, aber das Preis-Leistung-Verhältnis ist in Ordnung. Wir werden auf jeden Fall wieder hinfliegen und die Insel mit dem Mietwagen erkunden, egal, zu welcher Jahreszeit. |
Hinweis |
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Unsere Reise nach Gran Canaria war im Dezember 2010, alle Informationen befinden sich auf diesem Stand.
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Wir können daher nicht für Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben garantieren. |
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